Herzlich willkommen!

Erste im Stechen und Siegerin des Silber-Tour-Grand Prix: Marieke Reimers und Saint Tropez Soul. © Foto:TS

SH Holstein International endet mit Sieg von Marieke Reimers

Ein deutsch-schwedisches Team gewann zum Abschluss von SH Holstein International 2022 den Großen Preis der Silber-Tour im Preis der Hengststation Maas J. Hell. Und obwohl sich Marieke Reimers aus Mehlbek und die schwedische Warmblutstute Saint Tropez Soul noch gar nicht so wirklich kennen, war die “Kommunikation” überaus erfolgreich. In schnörkellosen 85,70 Sekunden und ohne Fehler sausten Marieke und die braune Stute als erste durch das Stechen und setzten damit eine Marke, die niemand mehr “knacken” konnte.
Das habe echt Spaß gemacht, ließ die Siegerin hinterher etwas atemlos wissen. Zumal man sich eben noch nicht supergut kenne. “Ich hab sie zweimal vorher geritten”, sagt die Reiterin, als ob das gar nicht so ungewöhnlich wäre, “aber gesehen habe ich sie schon vorher. Sie kam aus Mühlenbek zu uns, da war ich früher oft.” Die selbstbewusste, schwarzbraune Stute wurde bis 2019 vom schwedischen Nationenpreisreiter Douglas Lindelöw geritten und ist inzwischen zwölf Jahre alt.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung

Die Bereiter präsentieren auch die „Große Schulquadrille“ mit acht Hengsten, die in feinst abgestimmter Choreographie Lektionen der Dressur zeigen. © Foto: SRS_ Rene Van Bakel

Die weltberühmten weißen Hengste der Spanischen Hofreitschule zu Wien sind am zweiten Adventswochenende anlässlich des Trakehner Hengstmarktes in den Holstenhallen Neumünster zu Gast. Die Chance, diese Hochkultur der klassischen Reitkunst live aus nächster Nähe zu erleben, ist nicht nur für eingeschworene Pferdefreunde eine einmalige Gelegenheit. Die Vorführungen am 30. November, 1. und 4. Dezember rahmen den 60. Trakehner Hengstmarkt ein, der vom 1. bis 3. Dezember 2022 mit Hengstkörung, Auktionen und großem Rahmenprogramm gefeiert wird.
Kulturelle Tradition steht in der Welt der Lipizzaner Seite an Seite mit modernen Zeiten: Seit gut 100 Jahren gehen die weißen Hengste als „Kulturbotschafter“ mit ihren Bereitern in Abständen auf internationale Tourneen. Nach einer pandemiebedingten Reisepause von mehreren Jahren geht es in diesem Herbst auf die bisher größte Europatournee – und die beginnt am 30. November in den Holstenhallen Neumünster! Etwa 26 Hengste reisen mit einem ausgewählten Transportunternehmen zunächst nach Norden – Neumünster, Kopenhagen und Oslo – und dann nach Paris und Basel. Acht Bereiter/-innen, darunter zwei Oberbereiter sowie der Stallmeister und die vertrauten Pfleger begleiten die schneeweißen Stars – und die Reiseplanung ist ein logistisches Meisterwerk. Das beginnt mit der Platzverteilung in den Transportern, wo die „Herren Lipizzaner“ sich auf der Fahrt vertragen müssen, geht weiter mit der Aufstallung und dem Training am Zielort, der Organisation des gewohnten Futters und der umfangreichen Ausrüstung.
In den Holstenhallen erwarten drei 90-minütige Vorführungen mit Höhepunkten der klassischen Reitkunst die Besucher. Dazu zählen die Darbietung „Am Langen Zügel“, die berühmten Schulsprünge Levade, Courbette und Kapriole sowie die „Große Schulquadrille“ mit acht Hengsten.
Termine und Tickets


Sieger im Preis der VR Bank zwischen den Meeren wurden 2022 Irlands Diarmuid Howley und Clover VA. Foto: Annette Dölger

“The winner takes it all” – frei nach dieser Devise hat der Ire Diarmuid Howley den Großen Preis der VR Bank zwischen den Meeren, Neumünster, bei den Tasdorfer Turniertagen gewonnen. Der 30 Jahre junge Springreiter, der auf dem Grönwohldhof in Trittau für die Sportpferde des Stalls Allwöhrden zuständig ist, hatte sich kurz zuvor “umentschieden”. Denn eigentlich sollte Clover VA, der neun Jahre alte Holsteiner Wallach, nicht im Großen Preis an den Start gehen. “Ich wollte ihn nur im M-Springen davor reiten, hab es mir dann aber anders überlegt”, so Howley, “und jetzt haben wir unser erstes reguläres S-Springen gewonnen.”

Bislang war Clover VA ein erfolgreiches Nachwuchsspringpferd, nun ist er bereits Großer Preis-Sieger. Das dürfte für seinen Besitzer Manfred von Allwöhrden doppelt wiegen, denn er ist auch Züchter des Wallachs. Gefühlsmäßig auf Wolke sieben war auch Turnierleiter Harm Sievers (Tasdorf), denn sein sieben Jahre alter Hengst Riscalino wurde mit Andreas Erni (Breitenburg) Zweiter im Hauptspringen der drei Tasdorfer Turniertage. Ein “Hopp Schwyz-Erfolg”, denn Erni ist Schweizer und fing sich großes Lob des Pferdebesitzers ein.

Auf den dritten Platz schob sich Rainer Schulz aus Havekost mit Cezanne vor Lokalmatadorin Ann-Kathrin Kock (Neumünster) mit Ciarada, denen ein Fehler unterlief. Kock allerdings hinterließ nachhaltigen Eindruck beim Richterkollegium. Die Amazone wurde mit dem erstmals ausgelobten Stilpreis In Memoriam Hans-Helmut Sievers bedacht.

Der kollektive Seufzer wegen einer fallenden Stange hatte nicht nur Ann-Kathrin Kock und Ciarada aus dem Parcours begleitet, sondern auch Tim Markus (Neumünster) und die Holsteiner Schimmelstute Carlotta. Beide wurden Fünfte. Tim Markus hat viele Jahre im Stall Sievers in Tasdorf gearbeitet und zählt damit zu den Favoriten bei den Mitgliedern des RuFV Husberg, der mit den Tasdorfer Turniertagen nach vier Jahren Turnierpause sein 75-jähriges Bestehen feierte.
“Mehr geht nicht”
Harm Sievers, Vorsitzender des RuFV Husberg, wollte es so auf den Punkt gebracht wissen. Abläufe, Resonanz, Zuschauerzuspruch – all das stellte den Vorsitzenden und seine Nachbarn Sophie und Christian Vogg (Gestüt Tasdorf) durchaus zufrieden. Mehr noch – etliche Partner und Sponsoren signalisierten bereits ihre unbedingte Bereitschaft, weiter zu machen. “Wir werden jetzt erst mal gemeinsam überlegen, ob wir gleich nächstes Jahr weitermachen”, so Sievers, “am Programm würde ich gar nicht viel verändern. Das kam gut an und ist auch wichtig und richtig für die Region.” Die Konzentration ruhte auf Jugendsport und Amateuren, sonntags kamen dann auch wieder mehr Profis “zum Zuge”. Allergrößtes Lob gab es für das Platzangebot und den hervorragenden Grasplatz, der trotz reichlich Regen von Freitag auf Samstag kaum gelitten hatte, vor allem aber tadellos zu bereiten war.


Fröhliche Siegerin mit TSF Dalera BB - Jessica von Bredow-Werndl gewinnt mit über 90 Prozent die 5. Weltcup-Qualifikation. © Foto: Stefan Lafrentz

Fast genau zwei Jahre nach ihrem Triumph mit TSF Dalera BB in den Holstenhallen wiederholte Jessica von Bredow-Werndl den Triumph im FEI Dressage World Cup in Neumünster. Die gerade 36 Jahre junge Doppel-Olympiasiegerin sicherte sich mit TSF Dalera BB mit 90,61 Prozent den Sieg bei der 5. Qualifikation zum FEI Dressage World Cup im Preis der VR Bank zwischen den Meeren und bedankte sich herzlich bei VR Bank-Vorstand Dirk Dejewski: “Ich möchte mich gern im Namen aller Reiterinnen und Reiter bedanken, denn es ist wirklich nicht selbstverständlich, dass Sponsoren unter doch solch schwierigen Bedingungen so eine Chance möglich machen.”
Weltcup-Flair in den Holstenhallen
“Mächtig Eindruck” hinterließen auch die wenigen hundert Zuschauer und Zuschauerinnen, die kurzfristig die Chance erhielten, live vor Ort dabei zu sein nach der Lockerung der Coronaregeln für Indoor-Veranstaltungen. “Das war sofort zu spüren”, so die Siegerin, “es war so eine knisternde, elektrisierte Atmosphäre.” Und nicht nur das. Nach jedem Ritt in der Grand Prix Kür feierte das Publikum Pferd und Reiter/-in lautstark. Erstmals erlebte Cathrine Dufour aus Dänemark das Neumünster-Flair. Die Bronzemedaillengewinnerin der EM und ihre Teamkollegin Nanna Skodberg Merrald belegten die Plätze zwei und drei in der Qualifikation des FEI Dressage World Cup.
“Ich wollte schon häufiger hierher, aber nicht jedes Pferd arrangiert sich mit so einer Arena”, so Dufour, “mit Vamos Amigos habe ich mich getraut und ich bin sehr sehr zufrieden mit ihm.” Ab sofort zähle sie zu den VR CLASSICS-Fans und freue sich, wenn 2023 das volle Programm stattfinden könne. Isabell Werth (Rheinberg) pilotierte ihren etwas aufgeregten DSP Quantaz in aller Ruhe durch die Kür.
Mehr Informationen zu den VR Classics 2022


Chavaros II von Charleston-Con Air ist künftig in Klein Offenseth zuhause. © Foto: Janne Bugtrup

Der erste Reservesieger Chavaros II bezieht Box in der Hengststation Maas J. Hell. Der Schimmelhengst Chavaros II von Charleston-Con Air bezieht eine Box in der Hengststation Maas J. Hell. Der erste Reservesieger der 51. Holsteiner Körung wurde von Herbert Ulonska zur Bereicherung des wertvollen Hengstbestandes in Klein Offenseth erworben. Der Schimmel ist nun der Jüngste in der Vererberriege.
Chavaros II von Charleston-Con Air stammt aus der Zucht von Reimer Detlef Hennings und wurde von Hennings und seinem Geschäftspartner Dieter Mehrens in Neumünster im Körlot ausgestellt. Über seinen Vater Charleston geht Chavaros II sowohl auf Sportpferdemacher Cascadello, als auch auf Cantus zurück. Die Mutter Venetia I hat bereits drei gekörte Hengste hervorgebracht und ist zudem Mutter mehrerer erfolgreicher Sportpferde.
Venetia I, die zweifellos zu den bedeutenden Stuten der Holsteiner Zucht zählt, geht in der Mutterlinie auf den berühmten Capitol I zurück. Chavaros II entspringt damit dem Holsteiner Stutenstamm 1571. Für das Hengstlot der Station Maas J. Hell stellt Chavaros II eine wertvolle Ergänzung dar und wird dort in den kommenden Monaten seine Ausbildung beginnen.
Impressionen


Takashi Haase Shibayama nach dem Sieg mit Crunchy auf der Ehrenrunde. © Foto Lühn

Den letzten internationalen Grand Prix (Silver Tour) gewann ein Schweizer: Andreas Erni und Babouchka de L`Espina sicherten sich im heiß umkämpften Stechen der Silver Tour den Sieg im Preis der R+V/ VTV Generalvertretung Kuschel. Nichtmal 24 Stunden nach dem furiosen Sieg des für Japan startenden Takashi Shibayama Haase mit Crunchy (Foto), der sich über den gelungenen Coup im Hauptspringen riesig freute und von seinen Kolleginnen und Kollegen gefeiert wurde, ging der internationale Hallenauftakt in Neumünster zu Ende.
Davor dominierte Teamspirit in den Holstenhallen, denn nach der corona-bedingten Pause fand erstmals seit 2019 wieder ein Finale im Jugend-Team-Cup statt und das gewann das Team Knutzen. Malin Asmussen/Silent Pepper, Anna-Julika Sophie Böckenholt/Carachas, Sarah Carstens/Hanne und Leonie Paulsen/Caitano – so heißt das Damen- und Pferdequartett, das den Gesamtsieg in der Teamwertung einheimste. Die „Regie“ hat Teamleiter Jörg Carstensen aus Sollwittfeld in der Saison geführt und er ist hochzufrieden mit seinen Junioren und jungen Reitern, die aus ganz unterschiedlichen Landkreisen kommen. Der Jüngste ist 13 Jahre jung, die Älteste ist 19 Jahre. „Die sind alle sehr engagiert dabei“, lacht Carstensen, „wir haben eine WhatsApp-Gruppe, da wird Wichtiges ausgetauscht und das funktioniert.“ Das Teambuilding laufe hervorragend. „Auchbwenn es gar keine Team-Cup-Turniere sind, sobald die sich sehen, ist das Team auch zusammen“, hat Carstensen beobachtet. Gibt es einzelne Erfolge zu vermelden, dann piept das Handy wegen der Glückwünsche unaufhörlich. Bei den Jugend-Team-Cup-Prüfungen in Kl. M* gehen immer vier Reiter/Pferd-Paare an den Start, tatsächlich zählen aber mehr Reiter/-innen und Pferde zum Team Knutzen. Den Cup gibt es bereits seit gut zwei Jahrzehnten dank der Initiative von Henning Saggau und Detlef Peper. Gestartet wird immer unter dem Label eines Teamsponsors und die Serie ist ein Schaufenster für Nachwuchstalente und ganz nebenbei auch eine „gute Übung“ für Nationenpreisreiter/-innen.

Mehr Informationen (u.a. Ergebnisse) zu der Veranstaltung


Viel Beifall für den Sieger Impact, der von Jörg Bustorff (Groß Buchwald) gezogen wurde. Der Siegerhengst erzielte auf der Auktion einen Preis von 100.000 Euro und wird nach Hamburg verkauft. © Foto: Lühn

Der 59. Trakehner Hengstmarkt vom 14. bis 16. Oktober 2021 in den Holstenhallen Neumünster ist gelaufen. Der Siegerhengst heißt „Impact“ und kommt aus dem Stall von Jörg Buchwald (Großwald), wo er auch das Licht der Welt erblickte. Sein Vater ist kein Geringerer als Starvererber „Millenium“. Zuchtleiter und Geschäftsführer des Trakehner Verbandes, Lars Gehrmann: „Dieser Hengst ist ein Edelpferd, wie man es hinsichtlich Adel und Noblesse nur bei den Trakehnern finden kann.“
Reservesieger wurde „Dein Erbe“. Dieser Hengst überzeuge mit großen Linien, komfortabler Oberhalspartie, drei guten Grundgangarten und Athletik beim Freispringen“, schwärmte Gehrmann. – Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Trakehner Verbandes
Impressionen zur Veranstaltung

Viel Beifall für den Sieger Impact, der von Jörg Bustorff (Groß Buchwald) gezogen wurde. Der Siegerhengst erzielte auf der Auktion einen Preis von 100.000 Euro und wird nach Hamburg verkauft. © Foto: Lühn