Takashi Haase Shibayama mit Crunchy © Foto: Lühn

Er kam als zweiter Starter im Stechen des Großen Preises in den Parcours mit dem Wallach Crunchy und verließ ihn nach 36,68 Sekunden wieder: An dieser Zeit „bissen“ sich alle Mitbewerber „die Zähne aus“. Takashi Shibayama Haase holte den Großen Preis, präsentiert von den DBS Dachbaustoffen (Lübeck), nach Japan. Wobei der 41-jährige, der in Kobe aufwuchs, seit seinem 12. Lebensjahr in Schleswig-Holstein zuhause ist.
Lange mussten die Zuschauer und Zuschauerinnen warten, denn lediglich zwei Paaren gelangen zu Anfang fehlerfreie Umläufe im Großen Preis. Danach verpassten etliche das Stechen. Fünf Reitern und einer Reiterin – der Südafrikanerin Alexa Stais – gelang der Sprung ins Stechen. Stais wurde mit Lucato Mad Jo Zweite, Peter Jakob Thomsen (Lindewitt) mit Clooney Dritter.
Seit einem dreiviertel Jahr erst hat Haase Crunchy im Stall stehen, der Sieg im Großen Preis in Neumünster ist der erste gemeinsame große Erfolg und über den dürfte sich auch Yakiko Yamagata freuen – sie ist die Besitzerin des neun Jahre alten Holsteiner Wallachs aus der Zucht von Rasmus Lüneburg.
Jan Meves gewinnt mit „Familienpferd“ das Youngster-Finale
Mit einem Springpferd aus familieneigener Zucht zu gewinnen – das ist auch für routinierte Profis wie Jan Meves aus Mehlbek immer etwas Besonderes. „Sie macht das richtig gut“, schwärmt der Deutsche Hallenchampion der Landesmeister von seiner Schimmelstute Chrissymissy. Sieben Jahre alt ist die Pferdedame und gewann das Finale der internationalen Youngster-Tour, Preis der Hengststation Maas J. Hell, in den Holstenhallen.
Schweizer Ruhe im Parcours
Andreas Erni ist zwar Schweizer, lebt und arbeitet aber seit etlich Jahren im Norden Deutschlands. Als Bereiter im Stall Rolf-Göran Bengtsson, dann auf dem Gut Osterrade der Familie Fromberger und inzwischen ist er zurück im Sportstall in Breitenburg. Der 29-Jährige vertraute auf die Qualitäten der Stute Babouchka de L`Epine, einer zehn Jahre alten Selle Francais-Stute. Insgesamt 15 Paare erreichten das Stechen des Silver Tour-Grand Prix. Den Preis der Pferdestadt Neumünster gewann Amelie Ottens aus Loxstedt, die damit ihrer Erfolgsserie in Neumünster einen weiteren Triumph folgen ließ.
„Es war super!“
Komplimente, Unterstützung und viel Lob – das bekam das Veranstaltertrio von SH Holstein International an den Turniertagen zu spüren und zu hören. Anfangs habe das Wetter ein paar Herausforderungen erzeugt. „Aber das hat unser ganzes Team super bewältigt“, so Turnierleiter Harm Sievers. Generell sind Sievers, Thomas Voß und Merve Henningsen zufrieden mit der Neu-Auflage von SH Holstein International in den Holstenhallen. Mehr als 5000 Zuschauer und Zuschauerinnen erlebten an fünf Tagen Pferdesport oder bummelten durch die Ausstellung im Foyer und in der Halle 4. „Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, dass ganz spontan einige Leute auf mich zukamen und für die Zukunft ihre Unterstützung zugesichert haben“, so Sievers. das Konzept der Veranstaltung bleibe wie es ist: Internationale Prüfungen zum Auftakt der Hallensaison und zwar für Profis und Amateure und auch Nachwuchsprüfungen. Insbesondere die Amateure nutzten die Gelegenheit ind er Bronze- und Silbertour an den Start zu gehen und in der Holstenhalle zu reiten, denn die ist für ihre lange Turniertradition bekannt. Gut möglich also, dass der Jugend-Team Cup auch in Zukunft in Neumünster – bei den VR CLASSICS im Februar – beginnt und in Neumünster bei SH Holstein International wieder endet.

Ergebnisübersicht SH Holstein International

3 Zweiphasenspringprfg. international 1.10m
1. Katrine Krog Stigsen (DEN) auf Casandra *0.00 / 25.40
2. Selina Vöge (Heringsdorf) auf Caramac 4 *0.00 / 25.91
3. Michelle Krüger (Kobrow) auf Fidersonne *0.00 / 26.10
4. Hannah Schmidt (Klixbüll) auf Camus 12 *0.00 / 26.64
5. Lea Paulinski (Haby) auf Baloufino 3 *0.00 / 27.1
6. Chantal Rödel (Worpswede ) auf Live Aid *0.00 / 27.36

6 Punktespringprüfung m.Joker international 1.20m
1. Hauke Schwarz (Stipsdorf) auf Quibis 65.00 / 52.33
2. Max Lange (Eyendorf) auf Demet Angel Mour 65.00 / 53.54
3. Janies Schaumann (Fehmarn) auf Dalington Men 65.00 / 53.74
4. Svenja Rook (Halstenbek) auf Cadora Mad Jo 65.00 / 53.93
5. Alexander Liebe (Wedel) auf G-Lady HS 65.00 / 54.18
6. Anja-Sabrina Heinsohn (Heeslingen) auf Evita de la Chapelle 65.00 / 56.47

7 Springprüfung m.Stechen international 1.25m
1. Andreas Erni (SUI) auf Babouchka De L'Epine *0.00 / 34.09
2. Svenja Hempel (Ganderkesee) auf Coockie 5 *0.00 / 35.32
3. Vivien Böge (Albersdorf) auf Deluxe 28 *0.00 / 36.84
4. Marie Flick (München) auf Call me Clara *0.00 / 37.18
5. Julia Dierlamm (Hamburg) auf Cassandra 335 *0.00 / 38.16
6. Alexandra Witt (SWE) auf Claas 26 *0.00 / 40.39

14 Zweiphasenspringprfg. international 1.35m
1. Amelie Ottens (Loxstedt) auf Gotha 23 *0.00 / 31.63
2. Moritz Baum (Hude) auf Chaccolino S *0.00 / 31.87
3. Isabelle Grandke (Berlin) auf Stabuck *0.00 / 32.00
4. Hannes Ahlmann (Reher) auf Baloucan *0.00 / 32.73
5. Alexa Stais (RSA) auf Stan 44 *0.00 / 33.45
6. Daniel Heuer (Dassow ) auf Constable 3 *0.00 / 36.32

website: www.mervestelle.de
Facebook: https://www.facebook.com/SH-Holstein-International-107131181634175
Instagram: sh_holsteininternational

Gestartet mit südafrikanischem Sieg
Irischer Sieg in den Holstenhallen

Christian Hess (TSRG Holstenhalle) siegt mit Qienna nach zwei fehlerfreien Runden. © Foto: Lühn

Der Große Preis wandert weiter. Beim Holstenhallen-Reitturnier SHS Holstein International gewann Christian Hess (TRSG Holstenhalle) vor 2000 Zuschauern ein dramatisches Stechen vor Carsten-Otto Nagel (RFV Stall Moorhof). Damit gelang in der siebten Auflage in Neumünster wieder keine Titelverteidigung. Insgesamt kamen an den fünf Tagen 11.000 Zuschauer in den Tempel an der Justus-von-Liebig-Straße. „Das war eine tolle Kulisse“, freute sich Turnierchef Harm Sievers (Tasdorf).
Vorjahressieger Bart Van Der Maat (Niederlande) kam mit seinem achtjährigen Holsteiner Wallach Chicago und der Distanz nach der dreifachen Kombination zum Steilsprung nicht hin und kassierte seinen einzigen Abwurf. Geheimfavorit Jan Meves (RuFV Nutteln) leistete sich mit Dynastie gleich zwei Abwürfe. 49 Reiter aus zehn Nationen bewarben sich um den Sieg, neun blieben im ersten Umlauf ohne Fehler.
Elf Hindernisse mit 14 Sprüngen hatte Parcourschef Ralf Stehr aufbauen lassen. Gute Technik war gefragt. Verschnaufpausen in der 365 Meter langen Runde gab es keine. Dabei zeigten die Amazonen ihren männlichen Kollegen zunächst, wo Barthel den Most holt. Jennifer Pedersen (Dänemark, Siegerin von 2017), Elisa Marlene von Hacht (RFV Vierlanden), Justine Reemtsma (RSV Zierow), Miriam Schneider (RFV Kastanienhof) und Laura Aromaa (Finnland) schafften neben Michel Brosswitz (RV Kalthof), Peter Jakob Thomsen (RuFV Südtondern) sowie Nagel und Hess den Sprung in die Entscheidungsrunde.
Im zweiten Umlauf patzten die Amazonen. Thomsen legte die erste Nullrunde (44,93 Sek.) vor. Hess steigerte mit der Holsteiner Schimmelstute Qienna die Bestmarke als achter Starter auf 40,92 Sek., sodass Schlussreiter Nagel selbst den Sieg am Zügel hatte. Der 57-Jährige blieb fehlerfrei. Mit 41,11 Sek. fehlte ein knapper Galoppsprung zum Sieg.
Der 39-jährige Pferdewirtschaftsmeister Hess, der auf dem Radesforder Hof in Heidmühlen zu Hause ist, jubelte: „Endlich habe ich Carsten-Otto einmal geschlagen. Den Sieg streiche ich mir rot im Kalender an.“ Für den Erfolg gab es eine Prämie von 3000 Euro sowie ein E-Bike, mit dem Hess eine Siegerrunde durch den Sand fuhr. Nagel musste sich mit 2400 Euro zufrieden geben. Insgesamt war der Große Preis mit 12.000 Euro dotiert.
Den SHS Award für Verdienste um den Reitsport übergab Sievers an Hans-Jürgen Lange (80/Schönhorst) Die
Laudatio hielt Mitveranstalter Christian Schlicht.© Text und Foto: Jörg Lühn
Beim Turnier SHS Holstein International feierte der Holsteiner Masters Jugend Team Cup seinen elitären Saisonabschluss. Alle acht Teams traten im Finale der renommierten Serie zur „besten Turnierzeit“ an – und alle jungen Athleten wurden vor gut gefüllten Tribünen der Holstenhalle frenetisch gefeiert.
Das Mannschaftsspringen der Klasse M* mit zwei Umläufen – präsentiert von Peer Span – dominierte das Team BiB mit Johanna Beckmann (Reit- und Fahrverein Germania Marne), Romy Rosalie Tietje (RG Gestüt Heidberg), Lena Magens (RV Breitenburg) und Thore Stieper (RuFV Nutteln) mit ihrem Mannschaftsführer Christian Schröder. Das Quartett platzierte sich souverän an der Spitzenposition. Dieses tolle Ergebnis änderte jedoch nichts mehr am Gesamtsieg der Tour: Das Team Knutzen war mit 42 Punkten im Gepäck, die sie bei den sechs Etappen gesammelt hatten, ins Finale gestartet: Ein dritter Rang im abschließenden M-Springen reichte dem Team um Mannschaftsführer Jörg Carstensen und Michael Grimm, um sich den Gesamtsieg im Holsteiner Masters Jugend Team Cup zu sichern. In Neumünster wurde die Equipe durch Mattis Johannsen (PSG Hörup und Umgebung), Malin Asmussen (RuFV Hanerau-Hademarschen), Tjade Carstensen (Reitverein Obere Arlau Sitz Behrendorf) und Janne Ritters (RV Concordia a.d.Miele) erstklassig repräsentiert.


SHS 2018: Kai Rüder gewann mit Priceless die erste Qualifikation zum Großen Preis. © Foto: J. Lühn

Vom 24. bis 28. Oktober 2018 hatte Harm Sievers zu SHS Holstein International in den Holstenhallen eingeladen.
Der Große Preis beim Reitturnier SHS International ging an einen Niederländer. Bart van der Maat zeigte sich mit Queen of Lightness als fliegender Holländer und holte sich mit zwei fehlerfreien Runden den Sieg. 45 Reiter aus neun Nationen hatten sich beworben, elf blieben im ersten Umlauf ohne Fehler und boten den 1200 Zuschauern in den Holstenhallen reichlich Spektakel.
In der ersten Qualifikation zum Großen Preis – einem Fehler-Zeit-Springen – siegte der 47-Jährige Kai Rüder (Fehmarn) mit Priceless und einer fehlerfreien Runde in 54,78 Sekunden. „Sie ist ein grundschnelles Pferd und hat das hier wirklich gut gelöst“, freute sich Rüder, der damit 500 Euro gewann. Lange Zeit lag sah es nach einem Triumph der Amazone Nele Kortsch (Schulendorf) aus. Mit Cumberland hatte sich die 27-Jährige ziemlich schnell auf die kurzen Distanzen der zwölf Hindernisse mit 13 Sprüngen eingestellt. Mit 56,97 Sekunden landete sie auf Platz 2. Insgesamt gingen 59 Reiter in den Parcours, 14 nutzten die Chance und nannten ein zweites Pferd.